(05) Kommentar (Explizit) Sajal Ahmeds Gedicht
Künstlerische Erklärung:
Dieser Text ist kein Zufall, keine Entgleisung und kein Ausrutscher – er ist bewusst brutal. Die Sprache ist roh, direkt und absichtlich beleidigend, weil Kunst manchmal nicht streichelt, sondern schlägt.
Wenn Sie Harmonie suchen, sind Sie hier falsch. Dieser Inhalt richtet sich an Leser, die verstehen, dass literarische Provokation kein Angriff, sondern ein Spiegel ist.
Die verwendeten Worte sind nicht zur Verherrlichung von Gewalt oder Hass, sondern als stilistisches Mittel gedacht. Die Verantwortung für Interpretation liegt beim Leser.
Wer Kunst nur akzeptiert, wenn sie brav ist, soll jetzt aufhören zu lesen.
Nicht geeignet für Minderjährige oder empfindsame Personen.
Der Autor behält sich das Recht auf radikale Ausdrucksweise gemäß künstlerischer Freiheit (Art. 5 GG) vor und distanziert sich gleichzeitig von jeder direkten persönlichen Beleidigung realer Menschen oder Gruppen.
„Dieser Text will nicht gefallen. Er will wirken.“
Weiterlesen bedeutet Zustimmung.
Khisti Kommentar (Explizit)
1
Verehrtes Publikum, eure Fotze.
Namaste an die hinduistischen Brüder und Salam an die Muslime.
Ohne jemandem den Arsch einzufetten,
beginne ich meine Rede.
Durch Zufall bekam ich einen Staat.
Von den Abflussrinnen des Drecks bis zu den BHs der Prostituierten,
im enzymatischen Gift des Parfüms oder auf dem Bergpfad, was wir sahen –
klein oder winzig,
in blockierten Fenstern,
große Löcher,
die hinein- oder hinausgehen,
den Arsch beißen,
Blut trinken, die Brust zum Schluchzen bringen.
Die englischen Hurensöhne nennen sie Mücken.
Der Bastard unseres Ministers sah sie und floh ins Ausland.
In modernen Ärschen, bevor man durch ihren Biss stirbt, nannten wir das Dengue.
Verehrter Sprecher, sag dem verehrten Präsidenten,
dass sein impotenter verehrter Minister mit Hunden uns national dumm macht.
2
Verehrtes Publikum, eure Fotze.
Weil ich die Tequila-Flasche nicht verschwinden ließ; diejenigen unter euch, die verehrt sind, überlebten.
Deshalb, um ihre Flüche zu rezitieren – so eine poetische Versammlung organisierte ich,
alle setzt euch zusammen – heute eure Fotze-b.
Diejenigen von euch, die Unruhe in Peace Town gesehen haben – und erkannt haben –
wie fünfzehntausend Häuser in einem Augenblick verschwinden!
Ihr habt gesehen, wie auf den Schultern des Feuers
die dicken Köpfe von fünfzigtausend Menschen gelegt werden,
Salz essend zieht der industrielle Hurensohn weiter!
Ihr habt es auch bemerkt – ihre Köpfe in den Händen,
in winziger Zeit; sie sind auf die Straßen gefallen.
Ihre hungernden Kinder wollen verbrannte Kartoffeln auf verbrannten Kohlen essen, weil sie hungrig sind.
Wenn keine verbrannten Kartoffeln da sind, werden sie euer Fleisch abnagen.
Die Volksregierung, überwältigt von Emotionen, traurig, vom Feuer zitternd – sagte:
Morgen werden wir hier Hilfe schicken.
Ihr wisst, unsere Regierung
überprüfte kein einziges Haus; sah niemandes Träume brennen,
sie sahen nicht –
wie der Milchspender der neun Monate alten Tochter des verbrannten Muazammel, der Koran, die Tasbih-Perlen, Masumas Buch und Abu Salehs Rikscha-Haube – verbrannten.
Verehrtes Publikum!
Ihr wisst, unsere Regierung sieht nur so viel von ihrem Stuhl aus, wie man unter dieser Abdeckung sehen kann.
Wenn ich auf ihren wertvollen Stuhl pisse, werden sie es nicht sehen.
Aber ihr wisst, ich habe keinen Geschmack daran, auf einen Regierungsstuhl zu pissen. Ich ficke auch nicht den Stuhl des MP-Ministers. Ihr wisst auch, dass ich nicht wahnsinnig ficke.
Verehrtes Publikum, vielleicht habe ich Alkohol getrunken,
also verstehe ich den Unterschied zwischen Schweinefleisch und Hundefleisch nicht.
Dennoch werde ich mich nicht solchen industriellen Hurensöhnen und ihrer bevormundenden Regierung hingeben wie ihr.
Verehrtes Publikum, euer System, ich ficke es.
Ihr wisst,
das Leben ist nicht überall gleich.
Wie in eurer Wohnung –
unter dem Bett fickt ihr Katzen,
darüber rülpst ihr zufrieden,
zündet Feuer im Slum und genießt es –
dort wird eure Industrie sein. Euer Leben ist gleichermaßen fickbar.
Und hier in Peace Town,
euer Bürgermeister, Vater des Friedens,
ihr werdet eure industriellen Boten des Friedens bauen –
also ob fünfzehntausend oder fünfzehn Millionen obdachlos sind,
ihr und eure Regierung werden den Menschen die verbrannten Ruinen zeigen
und Bismillah rezitieren, um die Industrie aufzubauen.
Viel Glück! Das Leben ist dort anders.
Anmerkung: „Khisti“ bedeutet Schimpfwörter.

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