Direkt zum Hauptbereich

Besonderheit

(05) Kommentar (Explizit) Sajal Ahmeds Gedicht

  Künstlerische Erklärung: Dieser Text ist kein Zufall, keine Entgleisung und kein Ausrutscher – er ist bewusst brutal. Die Sprache ist roh, direkt und absichtlich beleidigend, weil Kunst manchmal nicht streichelt, sondern schlägt. Wenn Sie Harmonie suchen, sind Sie hier falsch. Dieser Inhalt richtet sich an Leser, die verstehen, dass literarische Provokation kein Angriff, sondern ein Spiegel ist. Die verwendeten Worte sind nicht zur Verherrlichung von Gewalt oder Hass, sondern als stilistisches Mittel gedacht. Die Verantwortung für Interpretation liegt beim Leser. Wer Kunst nur akzeptiert, wenn sie brav ist, soll jetzt aufhören zu lesen. Nicht geeignet für Minderjährige oder empfindsame Personen. Der Autor behält sich das Recht auf radikale Ausdrucksweise gemäß künstlerischer Freiheit (Art. 5 GG) vor und distanziert sich gleichzeitig von jeder direkten persönlichen Beleidigung realer Menschen oder Gruppen.  „Dieser Text will nicht gefallen. Er will wirken.“ Weiterlesen bedeut...

(19) Der Hype - Sajal Ahmeds Gedicht

Der Hype - Sajal Ahmeds Gedicht

Stell dir vor, wir gehen dreitausend Jahre zurück.

Ich nehme jetzt Unterricht bei Sokrates.

Vor mir spielt Sokrates mit seinen Freunden.

Ein unaufmerksamer Schüler.

Ich schlage ihn manchmal heftig.

Obwohl er Sokrates ist, lernt er nie seine Lektionen auswendig.

Diejenigen, die kritisch denken und zur Welt kommen,

sind als Schüler meist schlecht.

Ich weiß alles—trotzdem höre ich nicht auf, ihn zu schlagen.


Wenn ich aufhöre, Sokrates zu schlagen—

wenn ich beginne, ihn zu ehren—

dann wird Sokrates nicht mehr Sokrates werden.

So wächst Sokrates langsam vor meinen Augen.


Er lernt, seine Gedanken auszubreiten,

und ich halte ihn zurück;

ich wünsche seinen Tod.

Wenn ich all seine Gedanken akzeptiere,

wenn ich ihn selbst als Sokrates anerkenne,

dann wird Sokrates nicht mehr Sokrates sein.


Also sammle ich Menschen

und verlange die Todesstrafe für Sokrates.

Eines Tages wird Sokrates verurteilt,

und er stirbt freiwillig, indem er Gift trinkt.

Wegen mir stirbt Sokrates.


Dann steige ich in eine Zeitmaschine

und komme zurück in diese Zeit.

Ich finde Sokrates als meinen Lehrer.

Sokrates widerspricht mir nicht,

er schlägt mich nicht.

Denn Sokrates weiß:

aus mir kann nichts werden.

03/07/18

Kommentare

Beliebte Posts