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Besonderheit

(05) Kommentar (Explizit) Sajal Ahmeds Gedicht

  Künstlerische Erklärung: Dieser Text ist kein Zufall, keine Entgleisung und kein Ausrutscher – er ist bewusst brutal. Die Sprache ist roh, direkt und absichtlich beleidigend, weil Kunst manchmal nicht streichelt, sondern schlägt. Wenn Sie Harmonie suchen, sind Sie hier falsch. Dieser Inhalt richtet sich an Leser, die verstehen, dass literarische Provokation kein Angriff, sondern ein Spiegel ist. Die verwendeten Worte sind nicht zur Verherrlichung von Gewalt oder Hass, sondern als stilistisches Mittel gedacht. Die Verantwortung für Interpretation liegt beim Leser. Wer Kunst nur akzeptiert, wenn sie brav ist, soll jetzt aufhören zu lesen. Nicht geeignet für Minderjährige oder empfindsame Personen. Der Autor behält sich das Recht auf radikale Ausdrucksweise gemäß künstlerischer Freiheit (Art. 5 GG) vor und distanziert sich gleichzeitig von jeder direkten persönlichen Beleidigung realer Menschen oder Gruppen.  „Dieser Text will nicht gefallen. Er will wirken.“ Weiterlesen bedeut...

(26) Warum hat Gott mich erschaffen — Sajal Ahmed

Warum hat Gott mich erschaffen — Sajal Ahmed

Ich rief zu Gott – warum, warum inmitten all dieser schönen Menschen,

warum musste ich allein hässlich geschaffen werden?

Warum hast du mich nicht grün gemacht wie frisches Gras?

Warum nicht rosig wie eine zarte Blütenpetale?

Warum nicht wie der Morgentau auf dem Gras,

warum nicht wie die süße Kokosmilch im Reiskuchen?


Warum nicht wie der stetige Saft des Safedā,

wie reiner Honig, der in der Wabe ruht –

warum hast du mich nicht so gemacht, nicht so süß, nicht so voll?

Ich hätte ein Vogel sein können,

grün wie frische Betelblätter im Garten;

ich hätte ein Krug voller Dattelsirup sein können,

eine warme morgendliche Chitoi, in Milch getränkt und gezuckert.

Doch Gott hat mich nichts davon sein lassen,

er zog mir eine Haut aus dunklem Leder an;

wo er mich hingestellt hat, weiß ich nicht –

Gott stellte mich wie einen Pfahl hin – wohin nur?


Nackt bin ich eingetaucht in die Wasser der Seerosen,

und nackt bin ich wieder geschwommen.

Als die Fische mich sahen, wurde ich selbst zu einem Fisch,

und vom Aufprall des Wassers wurde ich verletzt.

Im Sitzen habe ich gespürt, wie ich vom Rad fiel.

Trotz Betteln und Flehen bekam ich keine Lotusknospe;

ich tauchte, doch ich selbst war verflucht –

und mit mir versanken alle meine Träume!


Wenn Gott mich zu einem Boot gemacht hätte – ich wäre nie zurückgekehrt.

Hätte er mich zu einem Fisch gemacht – ich wäre nie untergegangen.

Doch er ließ alles liegen und machte einen Menschen aus mir,

in dessen Poren ein Fluss der Sehnsucht fließt – eine Krankheit des Herzens.

Mögen sie alle glücklich sein –

mein Glück trägt immer das Unglück mit sich.

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