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Besonderheit

(05) Kommentar (Explizit) Sajal Ahmeds Gedicht

  Künstlerische Erklärung: Dieser Text ist kein Zufall, keine Entgleisung und kein Ausrutscher – er ist bewusst brutal. Die Sprache ist roh, direkt und absichtlich beleidigend, weil Kunst manchmal nicht streichelt, sondern schlägt. Wenn Sie Harmonie suchen, sind Sie hier falsch. Dieser Inhalt richtet sich an Leser, die verstehen, dass literarische Provokation kein Angriff, sondern ein Spiegel ist. Die verwendeten Worte sind nicht zur Verherrlichung von Gewalt oder Hass, sondern als stilistisches Mittel gedacht. Die Verantwortung für Interpretation liegt beim Leser. Wer Kunst nur akzeptiert, wenn sie brav ist, soll jetzt aufhören zu lesen. Nicht geeignet für Minderjährige oder empfindsame Personen. Der Autor behält sich das Recht auf radikale Ausdrucksweise gemäß künstlerischer Freiheit (Art. 5 GG) vor und distanziert sich gleichzeitig von jeder direkten persönlichen Beleidigung realer Menschen oder Gruppen.  „Dieser Text will nicht gefallen. Er will wirken.“ Weiterlesen bedeut...

(27) Am Sechsten Dezember — Sajal Ahmed

Am Sechsten Dezember — Sajal Ahmed

Ich wollte am sechsten Dezember, um zwei Uhr achtundzwanzig in dieser Winternacht sterben.

Die Zeit kam. Ich war bereit.

Ich hing den Schal meiner Mutter an den Ventilator.

Plötzlich sah ich durch das Fenster zwei Grashalme, die sich in der eisigen Kälte umarmten.

Ich konnte mich nicht mehr erhängen und sagte meinem Vater, er solle kommen und die Umarmung der Grashalme sehen.

Vater kam nicht.

Am nächsten Morgen verheiratete er mich mit einer schönen jungen Frau.

Ihr Name ist Indrani.


Vater sagte, ich solle mit ihr die Grashalme anschauen gehen.

Doch nach der Ehe sehe ich keine ineinander verschlungenen Grashalme mehr.

Ich dachte, ich könnte mich wieder erhängen – vielleicht zeigen sie sich dann noch einmal.


Als ich mich erhängen wollte und nach draußen schaute, rief Indrani:

„Amal! Was machst du?

Du bist nicht glücklich mit mir, oder?“

Ich erklärte ihr viel, aber sie schmollte nur: „Hm, ich verstehe.“


Jetzt will ich mich erhängen, nur um ihr zu beweisen: „Es ist nicht so!“

Seit der Hochzeit habe ich die umarmten Grashalme nicht mehr gesehen.

Vielleicht sehen sie unsere Umarmungen als schamlos!

So viele sechste Dezember kamen und gingen, aber ich starb nie –

denn am siebten Dezember ist unser Hochzeitstag.

Wäre ich an diesem Tag nicht da, würde Indrani sicher schmollen!

Ach, was für Gedanken in meinem Kopf!

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