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Besonderheit

(05) Kommentar (Explizit) Sajal Ahmeds Gedicht

  Künstlerische Erklärung: Dieser Text ist kein Zufall, keine Entgleisung und kein Ausrutscher – er ist bewusst brutal. Die Sprache ist roh, direkt und absichtlich beleidigend, weil Kunst manchmal nicht streichelt, sondern schlägt. Wenn Sie Harmonie suchen, sind Sie hier falsch. Dieser Inhalt richtet sich an Leser, die verstehen, dass literarische Provokation kein Angriff, sondern ein Spiegel ist. Die verwendeten Worte sind nicht zur Verherrlichung von Gewalt oder Hass, sondern als stilistisches Mittel gedacht. Die Verantwortung für Interpretation liegt beim Leser. Wer Kunst nur akzeptiert, wenn sie brav ist, soll jetzt aufhören zu lesen. Nicht geeignet für Minderjährige oder empfindsame Personen. Der Autor behält sich das Recht auf radikale Ausdrucksweise gemäß künstlerischer Freiheit (Art. 5 GG) vor und distanziert sich gleichzeitig von jeder direkten persönlichen Beleidigung realer Menschen oder Gruppen.  „Dieser Text will nicht gefallen. Er will wirken.“ Weiterlesen bedeut...

Schwajati (Die eigene Nation)

Stell dir vor, in der vordersten Reihe eines Protests

ist meine Stimme nicht leise.

In meinem Blut fließen die Jahre 1952, 1971, 1987 oder 2024.


Stell dir vor, ich renne nie wieder von hinten in irgendeine Demonstration;

Tränengas oder Gummigeschosse – nichts kann mich stoppen!

Die Briten konnten es nicht, die Punjabis konnten es nicht,

weder Ershad noch Hasina –

niemand konnte mich je unterwerfen.


In meinem Blut mischt sich die Hungersnot von 1974,

zehn Millionen danach,

dreißig Millionen Leichen.

Ich habe den Tod in Zyanid getränkt und verschluckt.


Ich

will eines Tages, heute oder morgen,

vor den Kanonen der Herrschenden stehen

und laut schreien:

„Es hat keinen Sinn, mich zu bedrohen.“


Ich will sagen,

was ich im Schatten der Kugeln nie sagen konnte,

und vielleicht sterben in dieser Angst der Worte selbst.


Diese Kugel

soll meinen Schädel durchbohren,

sodass mein Hirn wie Regen zerfließt,

und aus meinem Mund

eine klare Stimme entsteht:


„Oh mein Land, oh meine Menschen –

ihr habt gelernt, nur Steuern und Abgaben zu nehmen;

Rechte habt ihr ersetzt durch Wahlen,

Preissteigerungen und Papierkunstwerke.“


Oh meine eigene Nation, oh Zukunft!

Für euch lasse ich dieses verbrannte Land zurück;

goldene Felder in Haufen,

die ihr nur noch ernten, füllen, verbrauchen werdet;

und mich dann dreimal am Tag essen

und einmal im Internet verfluchen werdet.


Solange mein Atem nicht endet,

bringt meine Mutter zu mir;

ich will ihr meine ganze Geschichte des Überlebens erzählen.

Und sie wird es verstehen – glaube ich –


dass ich in diesem Imperium

nicht einmal das Geld verdienen konnte,

um euch glücklich zu machen,

oh Mutter meiner Geburt.

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